von links: Julian Kunze, Felicitas von Nordeck, Paul von Rosenberg-Lipinsky, David Nikisch, Felix Braune, Moritz Braune, Johannes Rusch, Maren Siebeneck, Benjamin Kleinholz, Jule Kollmeier, Mia Thurner, Kim Ermler
Die Serie starker Leistungen der Debattierenden unserer Schule beim Wettbewerb „Jugend debattiert“ setzt sich auch in diesem Jahr fort: Beim Regionalfinale in der Bezirksregierung Detmold am 24. Februar waren erneut in beiden Altersgruppen jeweils zwei Schulsieger vom Rats vertreten.
Für Maren Siebeneck (Q1) hätte sich die Finaldebatte zur Frage, ob Prognosen kurz vor Wahlen verboten werden sollen, beinahe wie Routine anfühlen können, schaffte sie doch bereits im vergangenen Jahr das Kunststück, sich sowohl im Oberstufendebattierclub als auch in den beiden Qualifikationsrunden am Vormittag nach Punkten durchzusetzen. Doch wer die ehrgeizige Streiterin kennt, erkannte hinter dem routinierten Lächeln und der in geschliffener Rhetorik vorgetragenen Expertise gegen die Maßnahme eine gewisse Anspannung. Ähnlich erging es ihrem Finalgegner Felix Braune (Q1), der im Verlauf der Saison bereits mehrfach mit und gegen Maren im Debattierclub debattiert hatte und starke Gründe für ein Verbot ins Feld führte. Am Ende reichte es für ihn knapp „nur“ zu einem hervorragenden dritten Platz, während sich Maren als Erstplatzierte erneut bei der Landesqualifikation in Bochum beweisen darf. Knapp an der Finalrunde vorbei schrammte Jule Kollmeier (EP), die im vergangenen Jahr noch in der Altersgruppe I erfolgreich gewesen war.
Auch in der Altersgruppe I, in der für das Rats die beiden Sieger des traditionellen Schulwettbewerbs der Untersekunda teilnehmen dürfen, überzeugten die Qualifikanten Johannes Rusch (10a) und Moritz Braune (10c) (Ersatzkandidatin: Felicitas von Nordeck) die Jury mit einem eloquenten Auftritt als Team Kontra zur Frage: „Soll KI in schriftlichen Prüfungen der Oberstufe eingesetzt werden dürfen?“ Während Johannes ebenfalls den dritten Platz belegte und damit die Qualifikation für die Landesebene verpasste, zog Moritz Braune als Zweitplatzierter in die nächste Runde ein – obwohl er in einer emotionalen Schlussrede die durchschnittliche digitale Kompetenz gegenwärtiger Lehrkräfte polemisch-pauschalisierend mit jener des 18. Jahrhunderts gleichsetzte. Es wird spannend zu sehen sein, wie weit ihn seine erfrischende Herangehensweise trägt.
Rund vier Wochen Zeit hat Moritz nun, sich im Oberstufendebattierclub – an dem er als Anerkennung für seine starke Leistung bereits teilnehmen darf – vorzubereiten. Dabei unterstützen werden ihn und Maren viele Gesichter, die auch beim Schul- und Regionalwettbewerb eine wichtige Rolle als Jurierende innehatten: Kim Ermler, Mia Thurner, Benjamin Kleinholz und die Landesfinalistin des Vorjahres, Johanna Soja (alle Q1), bereicherten den Wettbewerb durch wertschätzend-konstruktive Rückmeldungen. Auf Schulebene entschieden die Mitglieder des Debattierclubs in diesem Jahr erstmals eigenständig über die Sieger des Wettbewerbs der Untersekunda und profitierten dabei sichtlich von ihrer mittlerweile langjährigen Erfahrung. Diese brachte auch „Jugend debattiert“-Alumnus Julian Kunze als Zaungast beim Regionalwettbewerb ein, der die Semesterferien nutzte, um dem Wettbewerb beizuwohnen und Tipps zu geben – ein schönes Zeichen der Verbundenheit und Ausdruck der nicht nur in Form von Erfolgen gewachsenen Debattiertradition am Ratsgymnasium.
Johannes und Moritz (rechts) während des Regionalfinales.




