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Der Schulhof wird zum Freizeitpark

Das Sommerfest der Schülervertretung lockte mit vielen Attraktionen

Fast wie ein Freizeitpark sah es am vorletzten Schultag auf dem Schulhof des Rats aus und das lockte viele Schülerinnen und Schüler, Eltern und Geschwister kurz vor den Ferien noch einmal in die Schule. Zusammen mit SV-Lehrer*innen Christian Jansen und Lisa Ellerbrock und mit der Unterstützung vieler Kolleginnen und Kollegen verwandelte sich das Schulgelände dafür in einen kleinen Vergnügungspark. Nach der zweijährigen Unterbrechung aufgrund der Corona-Pandemie konnte das Sommerfest somit erstmals seit 2019 ein erfolgreiches Revival feiern.

Hauptattraktion war sicherlich das „bull-riding“, das viele Schülerinnen und Schüler in ihren Bann zog. Wie im Wilden Westen versuchten sich die Kinder dabei so lange wie möglich auf einem (elektrischen) Bullen zu halten, der stetig schneller wurde. Direkt gegenüber sorgte das „bungee-run“ für großes Vergnügen. Dort musste gegeneinander gegen den Zug eines Seils angekämpft werden. Wer es etwas robuster mochte, konnte sich auf dem Schwebebalken messen, auf dem es galt, den Kontrahenten mittels Lanze aus dem Gleichgewicht zu bringen.
Besonders für die ganz Kleinen war eine Hüpfburg aufgebaut, die ausgiebig genutzt wurde. Auch aufgemalte Glitzer-Tattoos zogen vor allem die kleinen Geschwister in ihren Bann. Natürlich war auch für das leibliche Wohl der Besucherinnen und Besucher gesorgt. Dabei konnte zwischen Slush-Eis, alkoholfreien Cocktails, weiteren Kaltgetränken, Crepes, Burgern und natürlich der traditionellen Bratwurst vom SV-Grill gewählt werden. Süßes gab es beim Schätzglas zu ergattern. Wer am besten riet, wie viele Bonbons im großen Glas sind, konnte sich anschließend über den gesamten Inhalt (über 800 Bonbons) freuen.

Transformation konkret

UNESCO Projekttag mit insgesamt 23 unterschiedlichen Angeboten

Die Qual der Wahl hatten die Schüler der Jahrgangsstufen 5-8 beim diesjährigen Projekttag, den die UNESCO-Projektgruppe um Lehrerin Kathrin Schrodt organisierte. Passend zum von der UNESCO vorgegebenen Oberthema „Transformation konkret“ und entlang der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung der UN hatten sich die Lehrer*innen der Schule vielfältige Projekte überlegt.

Während man im Chemieraum der Frage: „Nachhaltig schön: Selber machen statt kaufen?“ nachging und (Haut-)pflegeprodukte untersuchte und selber herstellte, stand das „Solar-Car-Projekt“, bei dem sich die Schüler*innen auf den nächsten Boby Car Solar Cup (ein Rennen von solarbetriebenen, motorisierten Bobbycars) vorbereiteten, ganz im Zeichen nachhaltiger Energieerzeugung. Mit dem Thema „Ab ins Meer? Wohin mit unserem Müll“ setze sich eine Gruppe kreativ auseinander und bastelte Vogelhäuschen aus alten Milchkartons. Die SV zeigte hingegen, dass Nachhaltigkeit auch beim Kochen eine Rolle spielt und sorgte mit nachhaltig produziertem Eis für Erfrischung am heißen Sommertag. Zudem wurde der Vielfalt mit internationalen Kochgerichten Rechnung getragen.
Andere Schüler*innen radelten derweil gemeinsam zum Biohof Bobbert nach Quelle, wo sie der Frage nachgingen, wie man beim Essen durch ökologische Landwirtschaft die Umwelt schonen kann. Beim Projekt „Internationale Kommunikation“ wurden die an der Schule unterrichteten geflüchteten Kinder aus der Ukraine zu Experten, die ihre Mitschüler*innen über die ukrainische Sprache, das Schulsystem und ihr Land informierten. Die alten Sprachen boten zwei Workshops zu den Themen „Zukunft braucht Herkunft –Auf der Suche nach unseren kulturellen Wurzeln in der römischen Antike“ sowie „Gastfreundschaft in der griechischen Antike“ an. Außerdem untersuchte man lateinische Inschriften auf deren heutige Bedeutung. Diversität, Menschenrechte, Schule im Nationalsozialismus, Selbstverteidigung, Klimawandel und Energiesparen sowie ein Workshop zur Suche nach Glücksmomente im Alltag waren weitere Themen des abwechslungsreichen Tags.

 M. Karmann, 22.06.22

Viele fröhliche, aber auch einige wehmütige Gesichter zeigten sich auf dem festlich dekorierten Schulhof, denn für die derzeitige Oberprima endetet ihre Schulzeit am Rats. In feierlichem Rahmen und bei bestem Wetter blickten Schulleiter Hans-Joachim Nolting, LK-Lehrer Jan Nigriny und Stufenvertreter Max Binder und Hermann Lüdke auf die Schulzeit zurück. Eltern und Verwandten bot sich ein abwechslungsreiches Musikprogramm, das die Stufe selbst inszenierte. Am Ende gab es dann die lang ersehnten Abschlusszeugnisse. Noch einmal herzlichen Glückwunsch zum bestandenen Abitur und für die Zukunft alles Gute!

M. Karmann, 22.06.22

Vivat lingua Latina! Die 5b auf Sprach-Zeitreise im Kloster Dalheim

Am 17. Juni unternahm die Klasse 5b in Begleitung von Frau Förster und Frau Schrodt einen Ausflug zum Kloster Dalheim und dem dortigen LWL-Landesmuseum für Klosterkultur. Passend zu ihrem ersten Lernjahr im Fach Latein gibt es dort aktuell die Sonderausstellung „Latein. Tot oder lebendig!?“ mit verschiedenen museumspädagogischen Programmen für Schulklassen. Bei einem Rundgang durch die Ausstellung unter dem Motto „Mit dem Latein am Ende? Vom Leben einer toten Sprache“ lernten die Schülerinnen und Schüler in einer Gruppenarbeitsphase berühmte Persönlichkeiten, die das Lateinische geprägt haben, wie Cicero oder Hildegard von Bingen kennen und erfuhren, wie sich die lateinische Sprache und ihre Funktion im Laufe der Zeit gewandelt haben. Von einem Relief einer Schulstunde im alten Rom, bis hin zu Münzen, Schreibtäfelchen aus Wachs oder der Kleidung eines Senators gab es dabei auch viele spannende Dinge aus dem römischen Alltag zu entdecken. Ein Highlight war die anschließende Schreibwerkstatt, bei der die Schülerinnen und Schüler zuerst nach römischem Rezept Tinte anrührten und dann verschiedene historische Schriftarten wie die antike capitalis quadrata oder die mittelalterliche karolingische Minuskel ausprobieren konnten – und zwar mit einer echten Rohr- oder Gänsefeder! Dabei durfte jeder ein Stück Papyrus beschriften und es mit nach Hause nehmen – und dass dabei einige Kinder sogar kleine lateinische Wendungen oder Worte verwendeten, zeigt doch, dass Latein noch lange nicht am Ende ist!

22.06.22, J. Förster

Latein-Ausflug der Quartaner nach Kalkriese

Mit allen Schüler/innen der Jahrgangstufe 7 und einigen Lateinlehrer/innen ging es im November nach Kalkriese. Nach einer einstündigen Busfahrt waren wir in Kalkriese angekommen. Dort wartete bereits das Personal auf uns und kurze Zeit später ging es auch schon los. Für unsere Klasse ging es als erstes zum Wall, an dem die Bereiche, an denen Ausgrabungen stattfanden und -finden, durch lange Metallstreben gekennzeichnet wurden. Ein Teil des noch nicht vollständig ausgegrabenen Walls ist rekonstruiert worden. Dort hatten die Germanen die Möglichkeit, an der strategisch günstigen Stelle den Römern aus dem Hinterhalt aufzulauern, wie wir erfahren und selbst ausprobieren durften. Denn der Wall ist mit Erde hoch angelegt, sodass die Römer es sehr schwer hatten, diesen zu erklimmen, außerdem konnten die Germanen die heranstürmenden Römer von ihren hinter dem Wall gelegenen Posten mit ihren langen Lanzen abwehren. Der Durchgang war tief angelegt worden. So hatten die Römer keine Chance, mit ihren Pferden den Gang zu passieren. Nachdem wir den Wall besichtigt hatten, machten wir uns auf zum „Weg der Römer“. Dieser verläuft in einem kleinen Waldstück. Man kann heute noch alte Schädelknochen eines Tieres an einem Baum erblicken, was wohl zur Abschreckung diente. Zudem entdeckten wir ein halb verstecktes Moor, welches, wie man erkennen konnte, wenn man einen Stock hineinsinken ließ, sehr flach war. Im Anschluss an eine kleine Mittagspause, in der wir den von Mike Guyer erbauten Turm bis zur Spitze bestiegen sind, sind wir in der ersten Etage durch einen Gang gegangen, der ähnlich wie eine 3D – Postkarte funktioniert. Dort konnte man Germanen erblicken, die in einem Moment mit ihren Feinden kämpften und im anderen hinter einem Baum versteckt auf ihr nächstes Opfer warteten. Im Museumsraum haben wir verschiedene Münzen, einige Ausgrabungen und das Modell einer kompletten Legion betrachtet sowie die Bestandteile der Rüstungen eines Römers und eines Germanen. Dort waren Messer, Lanzen, Brustpanzer und eine Art Spiel dargestellt, das die Römer wohl in ihren Lagern gespielt haben. In einem Raum haben wir uns in einem Stuhlkreis zusammengesetzt und einige unserer Mitschüler*innen durften sich entweder als Germane/ Germanin oder Römer/in verkleiden. Ein Erinnerungsfoto durfte natürlich nicht fehlen. Nachdem wir noch einige Informationen über verschiedenste Ereignisse und den Kleidungsstil und die Prinzipien dahinter erhalten haben, durften wir uns noch ein letztes Mal im Museum umgucken und haben uns anschließend mit unserem Klassenlehrer und Lateinlehrer zurück zum Museumsshop begeben. Dort durften wir uns, wenn wir wollten, noch Souvenirs als Andenken kaufen und uns auf dem Spielplatz austoben. Nachdem wir unsere Sachen gepackt hatten, ging es nach diesem ereignisreichen Tag mit dem Bus wieder nach Hause. An der Schule angekommen, haben alle den Heimweg angetreten.
Für uns war es ein sehr schöner und informativer Ausflug, besonders das Verkleiden hat allen Spaß bereitet.

Bericht von Hanna Schwindt und Charlotte Weyandt, 7c

 

 

 

Im evangelischen Religionsunterricht der 9. Jahrgangsstufe behandeln wir derzeit das Thema „Diakonie“. In dem Zusammenhang bietet sich eine Auseinandersetzung mit „Bethel“ – einem bekannten Bielefelder Stadtteil und Sitz der von Bodelschwinghschen Stiftungen – an: Denn seit 1867 hilft Bethel auf Grundlage christlicher Werte kranken und behinderten Menschen. Gleichzeitig werden in Bethel zum Beispiel auch Diakone und Diakonissen sowie Pflegefachkräfte ausgebildet.
An einem Freitagmorgen im Mai machten wir, die OIIIa mit unserer Religionslehrerin Frau Liebisch, sowie die OIIIb mit ihrem Religionslehrer Herrn Dr. Biermann, uns zu Fuß in Richtung Bethel auf.
Wir starteten an der Bethelpforte und gingen dann zur Sparkasse, der einzigen, an der Bethels eigene Währung herausgegeben wird. Unser Weg führte uns weiter zur Zionskirche, vorbei am Pfarrhaus Bodelschwings, dem früheren legendären Leiter, und dem Diakonissenhaus Sarepta. Die Zionskirche steht auf einer Erhöhung. Von dort aus konnten wir mehrere Krankenhäuser Bethels sehen.
Anschließend hielten wir vor dem Haus Groß-Bethel an, welches eines der ersten in Bethel gebauten Gebäude ist.
Danach wanderten wir weiter zum Haus Nazareth, dem Assapheum und dem Bethelplatz, dem Zentrum von Bethel.
Sodann passierten wir die neue Schmiede und die Handwerkerstraße. In Bethel gibt es viele Werkstätten, in denen Menschen mit Behinderung arbeiten.
Danach besuchten wir noch die Brockensammlung und den Dankort, bevor wir nochmals zum Assapheum zurückkamen, wo wir einen informativen Vortrag von Thomas Kreutz, Leiter der Pflegeschule, über die Pflegeausbildungen in Bethel hörten.
Wir erfuhren vieles über die Kinder- und Altenpflege sowie die Gesundheits- und Krankenpflege. So ist es zum Beispiel die Hauptaufgabe der Pflegekräfte, Menschen, die Hilfe benötigen, zu begleiten und bestmöglich zu unterstützen.
Für das Sozialpraktikum, das für uns alle im Juni ansteht, haben wir wichtige und interessante Dinge erfahren und Impulse erhalten.

14.06.22, Leticia Lange (OIIIa)

Bethel 

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