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Das Ratsgymnasium Bielefeld lädt zu einem Frühjahrskonzert ein. Es gibt zwei Veranstaltungen: am Mittwoch, 20. März 2013 und am Donnerstag, 21. März 2013, jeweils um 19.30 Uhr. Unterstufenchor, Flötenensemble, gemischter Chor, Mädchenensemble, Big-Band und Orchester zeigen ihr Können in einem bunten Programm. Eine Besonderheit ist die große Anzahl der Mitwirkenden. Viele Abiturienten des diesjährigen Doppeljahrgangs sind beteiligt.

Maurice Schürmann (Jahrgangsstufe 10) in der Finaldebatte!

Acht Schüler/innen des Ratsgymnasiums nahmen am 20.02.2013 am Regionalwettbewerb „Jugend debattiert“ teil, der in den Räumen der Bezirksregierung Detmold stattfand. Insgesamt haben sich 84 Schüler unterschiedlicher Schulen aus OWL am Regionalwettbewerb beteiligt. Erfolgreich diskutierten die Schüler/innen sowohl im Sekundarstufe I und Sekundarstufe II Bereich zu interessanten Themen:

Altersgruppe I (Klassen 8-9)

  1. Sollen Jugendliche erst ab 16 Jahren Mobiltelefone besitzen und benutzen dürfen?

  2. Soll der Betrieb von PKW, die auf 100 km über 10 Liter Kraftstoff verbrauchen, verboten werden?

  3. Sollen in der Schule Dialekte stärker gepflegt werden?

Altersgruppe II (Jahrgangsstufen 10-12)

  1. Sollen Plastiktragetüten verboten werden?

  2. Sollen Sportler, die in einer deutschen Nationalmannschaft antreten, bei Sportveranstaltungen verpflichtet sein, die Nationalhymne laut und deutlich mitzusingen?

  3. Sollen in unserer Stadt Straßen, die nach politisch umstrittenen Personen der Zeitgeschichte benannt sind, umbenannt werden?

Jugend debattiert -Maurice  SchubertMaurice Schürmann aus dem Jahrgang 10 gelang sogar die Teilnahme an der Finaldebatte! Herzlichen Glückwunsch!

Seit Schuljahresbeginn trifft sich regelmäßig eine Gruppe von Schülerinnen und Schülern unter der Leitung von Frau Tenge und Herrn Dr. Gindele, um ihre Talente und Kompetenzen in den Bereichen Sprache, Rhetorik und Argumentation zu entwickeln und weiter auszubauen. Nach verbindlich festgelegten Regeln setzen sich die Schüler/innen mit unterschiedlichen Themen auseinander und trainieren in einem fairen Wettstreit Sachkenntnis, Ausdrucksvermögen, Gesprächsfähigkeit und Überzeugungskraft. Der Debattierclub wird von der Familie-Osthushenrich-Stiftung gefördert und auch finanziell unterstützt.

„Jugend debattiert“ ist ein Projekt der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung auf Initiative und unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten, unterstützt von Kooperationspartnern, wie z.B. die Heinz-Nixdorf-Stiftung, die Kultusministerkonferenz und die Kultusministerien der Länder. Es handelt sich um den größten bundesweiten Schülerwettbewerb zur sprachlich-politischen Bildung.

Über neue Debattantinnen und Debattanten freut sich der Debattierclub!

 

debattierwettbewerb01

Vor der Bezirksregierung Detmold:
Laetitia Augustyniak, Nikolaus Dühlmeyer, David Schüler, Laurenz Esser, Maurice Schürmann, Paul Behne, Ferdinand Stoye, Leon Sundermann, Frau Tenge, Dr. Gindele und Herr Hülsmann

Neun Schüler des Ratsgymnasiums nahmen im Februar an einem Schüleraustausch mit der südfranzösischen Stadt Gap teil. Der Austausch mit dem Lycée Dominique Villars fand dieses Jahr unter der Leitung von Silke Krüger, Sandra Süssenbach, Romain Dautais und Charlotte Hell zum 31. Mal statt.

Als die französischen Schüler am Morgen in Lyon losflogen, waren sie alle schon sehr aufgeregt und gespannt auf ihre deutschen Partner, mit denen sie zuvor schon über E-Mail und Facebook Kontakt aufgenommen hatten. Auch die deutschen Schüler waren sehr nervös, als sie ihre "correspondant/e" abends am Hauptbahnhof in Empfang nahmen.

Das erste Wochenende verbrachte jeder mit der Familie. Es wurde nach anfänglichen leichten Sprachproblemen viel geredet, Interessen ausgetauscht und auch schon erste Ausflüge gemacht. Am Montagmorgen stand erstmal ein gemeinsames Frühstück auf dem Plan. Deutsche als auch Franzosen tauschten sich über ihre ersten Erfahrungen aus. Anschließend wurden die französischen Schüler von dem Schulleiter des Ratsgymnasiums Hans-Joachim Nolting durch die Schule geführt. Nun waren die Unterrichtshospitationen an der Reihe. Von so manchem Lehrer, der sich noch an alte Französischlektionen erinnerte, wurden die Schüler mit einem fröhlichen „Bonjour!“ begrüßt.

In den folgenden Tagen waren weitere Aktivitäten, wie eine Stadtralley, eine Führung durch die alte Schulbibliothek sowie eine Führung durch Bethel geplant. Nach dem Unterricht fand man sich in Gruppen zusammen, um gemeinsam an der Präsentation für das Projekt „Le monde des jeunes en France et en Allemagne“ („Die Welt der französichen und deutschen Jugend“) zu arbeiten. Abends trafen sich alle Schüler, um zusammen Bowlen oder Essen zu gehen.

Neben der täglichen Arbeit am Projekt und den Unterrichthospitationen stand auch noch ein Ausflug zur Sparrenburg auf dem Programm, wo die Schüler als Erinnerung an den Schüleraustausch Schlösser mit ihren Namen an das Metallgitter anbrachten (siehe Foto). Außerdem nahm die Gruppe an einem Hip-Hop Workshop in der Tanzschule DansArt teil, wo sich die Schüler unter der Leitung von Tanzlehrer Dhélé Agbetou einige Hip-Hop Moves aneigneten. Besondere Begeisterung löste die französichen Führung durch die Dr. Oetker Welt inklusive Verköstigung aus.

Die Präsentation des Projektes fand in der Aula des Ratsgymasiums statt. Die verschiedenen Gruppen hatten jeweils Vorträge über die Themen Schule, Musik, Sport und Elysée-Vertrag vorbereitet. Als Überraschungsgast stürmte anschließend Tanzlehrer Dhélé die Bühne und führte mit allen gemeinsam den zuvor erlernten Tanz auf. Das lange Wochenende wurde für verschiedene Aktionen wie Kinogänge, Karnevalspartys und Ausflüge in die Region genutzt.

Am vorletzten Tag besuchten die Teilnehmer Dortmund. Dort besichtigten sie das berühmte Dortmunder U und gingen nachher in der Thier-Galerie einkaufen, was besonders die Schülerinnen freute. Der Abschied fiel allen sehr schwer. Zahlreiche Freundschaften waren entstanden und auch die Sprachbarriere wurde mit einer Mischung aus Deutsch und Französisch erfolgreich überwunden. Man freut sich auch schon auf den Mai, wenn die deutschen Schüler nach Frankreich kommen und den dortigen Alltag miterleben werden. Für alle Teilnehmer hat sich dieser Austausch in jeder Hinsicht gelohnt. Dies ist nur ein weiterer Beweis für die Existenz der einmaligen deutsch-fanzösischen Freundschaft.

Von Elena Rempe

Die Oberstufenschüler Tim Kerkmann und Pascal Féaux de Lacroix wurden mit Urkunden für gute Essays, die sie im November 2012 zur Teilnahme beim Bundes- und Landeswettbewerb Philosophischer Essay geschrieben hatten, ausgezeichnet. Tim ist Schüler in der Q1, Pascal besucht die Q2. Tim Kerkmann hat über eine Spekulation des Philosophen Hans Blumenberg nachgedacht, nämlich die Möglichkeit und Wahrscheinlichkeit bzw. Unwahrscheinlichkeit „eines messianischen Reiches, in dem Wolf und Lamm miteinander weiden.“ Blumenberg macht darauf aufmerksam, dass irgendwann „die Wölfe vom Aussterben bedroht sein werden und sich die Wolfsfreunde zusammentun müssen, um von irgendwoher Lämmer für die Wolfsernährung zu beschaffen.“ Tim bezieht diesen Gedanken unter anderem auf die Staatstheorie von Thomas Hobbes, denkt aber auch an die aktuellen ethischen Postulate von Hans Jonas. Pascal Féaux de Lacroix hat über Zweifel an der Psychologie und der Psychoanalyse, die George Grosz in den zwanziger Jahren des vorigen Jahrhunderts äußerte, nachgedacht. Pascal schreibt: „Die Psychoanalyse ist weit davon entfernt, den Geist zu begreifen – vielleicht weil sie einen noch zu menschlichen Blick auf ihn wirft.“ Er fährt fort, indem er eine Alternative nennt: „Einer anderen Wissenschaft gelingt das vielleicht besser. Die Neurowissenschaft zeigt uns, wie sich die funktionellen Prozesse des Geistes physisch realisieren. Dadurch ermöglicht sie einen systematischeren Zugang als die Psychoanalyse.“

Am 29. Und 30.Oktober fanden zum zweiten Mal Verkehrssicherheitstage im Jahrgang 10 (Einführungsphase) statt. Die in den letzten Jahren ansteigenden tödlichen Unfällen in der Gruppe der jungen Fahrer, die zwar nur 8% der motorisierten Verkehrsteilnehmer stellen, aber 20% Anteil an den schweren Unfällen haben, sind uns Grund genug, diese Kampagne durchzuführen.
Damit unsere zukünftigen Autofahrer auf die größten, vermeidbaren Risiken aufmerksam werden, wurde die Verkehrswacht beauftragt, mit schwerem Gerät auf dem Schulhof zu erscheinen. Der Überschlag - Simulator, der Gurtschlitten und verschiedene Reaktionstests gaben den Schülern und Schülerinnen in der Praxis Rückmeldungen darüber, welche Kräfte beim Aufprall wirken, wie es gelingt, sich nach dem Überschlag in dem auf dem Dach liegenden Auto aus dem Gurt zu befreien und wie lang die eigene „Schrecksekunde“ dauert. Die Erfahrungen wurden anschließend in verschiedenen Arbeitsgruppen nachbereitet und die Ergebnisse im Forum präsentiert.
So entstanden in der Kunst/Informatik-Gruppe bei Frau Hollmann verschiedene, witzige Foto-Stories zum Thema Alkohol am Steuer. Im Musik - Workshop bei Herrn Kamps entstand der Rap „Augen auf im Straßenverkehr“ , der die gesamte Stufe zum Mitsprechen animierte. In der Gruppe von Herrn Lemm und Frau Lange ging es weniger lustig zu, denn hier untersuchten die Schülerinnen und Schüler die Heilungschancen von Organverletzungen, Knochenbrüchen und Schädelverletzungen mit Hilfe einer computergestützten Auswertung von Statistiken. Auf dem Verkehrsübungsplatz in der Senne, wo sich unter der Anleitung eines Verkehrssicherheits-Trainers die physikalisch interessierten Schüler und Schülerinnen von Herrn Bormann trafen, erwies sich die praktische Unterweisung nach der theoretischen Erarbeitung als sinnvoll und notwendig, denn, wie das letzte Foto zeigt, hatten nur drei von zwanzig Schülern/Innen den Bremsweg richtig eingeschätzt, obwohl theoretisch eigentlich alles verstanden schien. In Zusammenarbeit mit der Johanniter-Unfallhilfe wurden für Interessierte die Kurse „Sofortmaßnahmen am Unfallort“ angeboten.
Auch in der Q1 haben wir ein Unfallpräventions-Projekt durchführen können, erleichtert dadurch, dass die Polizei in der Lage war, den Termin auf die schulischen Bedürfnisse dieser Stufe abzustimmen. „Crash Kurs NRW“ zeigt mit emotionalen Berichten von Ersthelfern und eindringlichen Bildern, dass Verkehrsunfälle unerträgliches Leid verursachen und machen den Zuhörern klar, dass tödliche Verkehrsunfälle oft durch riskantes Verhalten zustande kommen, - damit selbst verschuldet sind. Das bedeutet, positiv betrachtet, aber auch, dass sie vermieden werden können. Um diese sehr emotionalen Erlebnisse entsprechend zu verarbeiten, wird im nachfolgenden Unterricht den Schülerinnen und Schüler Gelegenheit zur Diskussion und Vertiefung gegeben.
Die Befragung der Schüler nach den Aktionen ergab ein positives Feedback, so dass wir hoffen, die Veranstaltungen wiederholen zu können.

I. Echterhoff